Serie Lesetipp: Per Floß über den Pazifik


buchcover_kon-tikiThor Heyerdahl, norwegischer Ethnologe, wollte 1947 sowohl beweisen, dass der Pazifik mit einfachsten Mitteln überquerbar ist als auch, dass die polynesische Kultur ihren Ursprung in Peru hat.

Auf die Idee kam der Begründer der experimentellen Archäologie, als er eine Ähnlichkeit zwischen den Steinfiguren auf Fatu Hiva, einer Insel im Marquesas-Archipel, und südamerikanischen Skulpturen entdeckte. Zusätzlich bestärkt wurde er in seiner Vermutung durch polynesische Sagen und indianische Legenden. Er schlussfolgerte, dass die frühzeitlichen Einwohner Südamerikas über den Pazifik in die polynesische Region gelangt waren und so die Inseln besiedelt hatten.

Entgegen allen Erwartungen gelang es Thor Heyerdahl und seinen Kameraden tatsächlich, innerhalb von 101 Tagen, eine rund 7.800 Kilometer lange Strecke auf einem einfachen, selbstgebauten Floß, zurückzulegen. Den Nachweis, dass Polynesien etwa 1.500 Jahre früher auf diesem Weg erschlossen wurde, konnte er zwar nicht erbringen. Dass aber mit Geschick, Kenntnis und Durchhaltevermögen eine derartige Reise mit simpelsten Mitteln möglich war, mussten selbst schärfste Kritiker und Skeptiker nun eingestehen.

Seine niedergeschriebenen Reiseerlebnisse auf dem selbstgebauten Floß, mit dem er und seine Kameraden über den Pazifik von Peru bis zum Raroia-Atoll in der Tuamotu-Gruppe östlich von Tahiti gelangten, mit fesselnden Details über die Osterinseln und Polynesien machten das Buch „Kon-Tiki: Ein Floß treibt über den Pazifik“ zu einem Bestseller und faszinieren noch heute Leser in der ganzen Welt. Der gleichnamige Dokumentarfilm von Thor Heyerdahl wurde 1952 mit einem Oscar ausgezeichnet.

Dieses Buch bietet einen spannenden, kulturhistorisch unterhaltsamen Weg sich näher mit Polynesien zu beschäftigen – einem Insel- und heutigen Urlaubsparadies, das unter anderem auch Heimat der Noni ist.

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