Von der US-Idee ins europäische Produktregal


Oft macht es den Anschein, als wäre es ganz einfach, ein neues Produkt in einem oder mehreren Märkten einzuführen – doch das ist nicht immer so und das macht das Ganze auch so spannend!

Wenn die Produktentwicklungsabteilung unseres Mutterunternehmens in den USA eine Produktidee hat, wird mir diese vorgestellt und ich kann beginnen, Trends der Vergangenheit und Vorhersagen für die Zukunft zu recherchieren und zu evaluieren. Wenn diese Expertenmeinungen einen positiven Trend für die Zukunft vorhersagen, beschließen wir, das Produkt einzuführen.

Da in Europa andere Gesetze und Zulassungsvoraussetzungen gelten als in den USA, müssen wir für unsere Märkte gezielt prüfen, ob alle Zutaten für Lebensmittel oder zum Beispiel bestimmte US-Inhaltsstoffe für Körperpflegeprodukte zugelassen sind. Dabei unterscheiden sich europäische Märkte von Märkten wie Russland/Ukraine. Zum anderen unterscheiden sich auch die Märkte innerhalb der Europäischen Union zum Teil erheblich. Wenn Inhaltsstoffe oder Zutaten in einem oder mehreren Märkten nicht zulässig sind, müssen entweder Alternativen gefunden werden oder die Produkteinführung ist dort nicht möglich.

Sollten wir neue Formeln für einige Märkte benötigen ist dies ein sehr langer Prozess. Es muss herausgefunden werden, was ein alternativer Inhaltsstoff ist, ob dieser zulässig ist, ob dieser mit den anderen Inhaltsstoffen oder Zutaten reagiert und zu guter Letzt ob das Produkt auch nach längerer Zeit oder nach Temperaturschwankungen oder Druckveränderung noch stabil und in bester Qualität ist.

In einem nächsten Schritt werden die Vorhersagen bezüglich erwarteter Absatzmenge mit jedem Markt abgesprochen und mit der Planungs- und Produktionsabteilung in USA koordiniert. Von der Planungsabteilung bekommen wir eine Zeiteinteilung, bis wann das neu angefragte Produkt verfügbar sein kann.

Bevor das Produkt produziert werden kann, müssen Produktetiketten erstellt und produziert werden und im Produktionsprozess angebracht werden. Sobald das Produkt produziert ist, wird es nochmals von der Qualitätsabteilung geprüft und dann erst freigegeben zum Versand nach Europa.

Mit den anfallenden Kosten der Produktion und des Transportes wissen wir, in welchem Preissegment wir die neuen Produkte anbieten können. Die Preise werden mit der entsprechenden Abteilung in USA verhandelt und anschließend in unserem System programmiert.

Sobald die Produkte nach ca. sechs Wochen Lieferzeit in unserem Lager in Mainz angekommen sind, steht dem Verkauf nichts mehr im Wege!

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  1. #1 von Benjamin Mielke am 30. März 2010

    es ist nie so einfach wie oft scheint doch wer beharrlich bleibt gewinnt

(wird nicht veröffentlicht)


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