Aus für XanGo® Juice


XanGo Juice in Deutschland ist Vergangenheit. Was ist passiert?

Mangostan-Frucht; Bildquelle: Wikipedia

Hieß es nicht einst über XanGo: ….der XanGo®-Saft wird nach einer speziellen Rezeptur aus der ganzen Mangostanfrucht hergestellt…..“ und „…..wenn Sie von Mangosteen noch nichts gehört haben, sind Sie nicht allein….die Frucht ist in Nordamerika und Europa praktisch unbekannt…..“?

Klingt ziemlich ‚neuartig‘, nicht wahr? So haben es die deutschen Gerichte ebenfalls beurteilt und den Vertrieb sowie das Bewerben von XanGo®-Juice in Ermangelung der erforderlichen Novel Food Zulassung als unzulässig beurteilt. Damit ist für XanGo und seine Vertriebspartner erst mal Schluss mit dem Verkauf ihres Kernprodukts.

XanGo-Saft wurde, wie den Marketingunterlagen des Unternehmens zu entnehmen war, nicht nur aus dem Fruchtfleisch der Mangostanfrucht, sondern aus deren ganzer Frucht – einschließlich der Schale – hergestellt. Der Grund für die Mitverwertung der Schale war die damit mögliche Auslobung sogenannter Xanthone, die ausschließlich in der Schale, nicht jedoch in der Frucht enthalten sind. Das gewonnene Püree, also ein Gemisch aus Fruchtfleisch und Schale, wurde dann mit anderen Fruchtsäften (wie Apfel-, Birnen, Traubensaft, und weiteren Fruchtsäften) zu XanGo®-Saft verarbeitet.

Entsprechend der Novel Food Verordnung müssen neuartige Lebensmittel in Europa jedoch ein Zulassungsverfahren durchlaufen bevor diese in Verkehr gebracht werden dürfen (siehe dazu auch unseren Blogpost “Was ist Novel Food und was wird genehmigt?” vom 4. April 2010). Der Europäische Gesetzgeber möchte mit diesem Erfordernis sicherstellen, dass nur solche ‚neuartigen‘ Produkte verkauft werden, die für Gesundheit und Umwelt als unbedenklich eingestuft wurden.

Für uns als Unternehmen mit einer über 10-jährigen Erfahrung in der Zulassung und Vermarktung von sog. „neuartigen Lebensmitteln“ (auch unter der Bezeichnung ‚Novel Foods‘ bekannt) aufgrund drei erfolgreich abgeschlossener Zulassungen für Noni-Fruchtsaft, Noni-Blättertee sowie Noni-Konzentrat und Noni-Püree, schien schon lange offensichtlich, dass die Produkt- und Marketingstrategie von XanGo®-Juice scheitern musste – ganz einfach deshalb, weil XanGo schlichtweg nicht über die erforderliche Zulassung für sein Produkt verfügte. Das ist zwischenzeitlich durch das rechtskräftige Urteil des Oberlandesgerichts München bestätigt worden. (Quelle: ZLR Heft 4/210, S. 474 – 493.)

Die Novel Food Verordnung ist seit dem 15. Mai 1997 europaweit in Kraft. Lebensmittel bzw. Lebensmittelzutaten werden seitdem als „neuartig“  eingestuft, soweit sie nicht bereits vor diesem Zeitpunkt im nennenswerten Umfang in Europa verzehrt worden sind. Es ist nicht verwunderlich, dass die Schale der Mangostanefrucht bisher nicht den Weg zum Gaumen geschafft hat. Wer die Mangostane kennt, wird wissen, dass die Schale eine harte und eher holzige Konsistenz aufweist. Das mag sich zwar zum Basteln – wohl aber nicht zum Essen eignen…

Die Richter am Bundesgerichthof, denen der Fall offensichtlich auf Betreiben von XanGo nach dem bis dahin noch nicht rechtskräftigen Urteil des Oberlandesgerichts München zur Entscheidung vorgelegt wurde, führten als Analogie die Walnuss ins Feld. Während Walnusskerne seit jeher als Lebensmittel verzehrt werden würden, ist das bei der (ausgehärteten) Schale ganz klar nicht der Fall. Oder knabbern Sie etwa ab und zu an einer Walnussschale?

Der Fall „XanGo“ ist vor allem interessant vor dem Hintergrund immer weiterer, vorwiegend aus USA kommender „Superfruit“-Produkte, die als exotische Neuerungen auf den Markt drängen. All diese Unternehmen müssen sich die Frage stellen, ob für ihre Produkte nicht eine Zulassung erforderlich ist.

Was lernen wir also von XanGo? Man könnte sagen: Ohne Zulassung keine rechtssichere Vermarktung und ohne rechtssichere Vermarktung kein solider Geschäftsaufbau. Vertriebspartner, die sich auf Unternehmen einlassen, die „Neuartiges“ ohne Zulassung verkaufen, können schnell Schiffbruch erleiden.

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  1. #1 von Margit Steidl am 13. September 2010

    Da bevorzuge ich doch ordentlich zugelassene Produkte,
    eben die Produkte von TNI.
    Und die Nonisäfte von TNI schmecken mir wirklich echt gut!
    Und die übrigen Produkte von TNI sind auch super.
    Das liebe ich.

  2. #2 von Frederic Specht am 27. August 2010

    @all
    Woher habt Ihr die Information, dass XanGo in Deutschland, bzw. gar in Europa vor dem Aus stehen soll???
    Wir sind da, mehr denn je und das völlig legal in ganz Europa, incl. Deutschland!!!

    Wir arbeiten bereits seit Ende Juni mit “XanGo Reserva”, einem “Upgrade” unseres bisherigen Juice, just for Info!
    “XanGo Reserva” enthält 20% mehr Mangostan, was durch ein neues patentiertes Herstellungsverfahren möglich wurde.
    Und ist somit noch hochwertiger und erfüllt natürlich alle rechtlichen Voraussetzungen. Ihr solltet ihn probieren – ist zudem noch sehr lecker!!!

    Weitere Informationen zu “XanGo Reserva” könnt Ihr auf unserer Webseite http://www.xango.de gerne nachlesen.

    Desweiteren bieten wir eine einzigartige Kosmetik mit der Frucht Mangostan “Glimpse” an, die eine jede Haut begeistert, bzw. begeistern wird!

    Wolltet Ihr etwa bei uns als Berater aktiv werden, weil Ihr Euch so sehr mit dem Thema XanGo auseinandersetzt?

    Lennon Ledbetter zeigt durch seinen Start bei XanGo, als einer der besten Networker der Welt, wie Profis XanGo bewerten.

    Go XanGo – It´s safe to dream again!!!

    • #3 von Kathrin Aue am 27. August 2010

      Lieber Herr Specht,

      in unserem Beitrag beziehen wir uns explizit auf Xango Juice und behaupten nicht, das Unternehmen stünde vor dem Aus. Ebenfalls ausdrücklich geht es um den Gerichtsbeschluss zum Thema “Novel Food”-Zulassung, demnach die Schale der Mangostane als “neuartiges Lebensmittel” einzustufen ist und daher erst dann in Lebensmitteln verwendet werden darf, wenn das entsprechende Zulassungsverfahren erfolgreich durchlaufen und die Unbedenklichkeit für den Konsumenten sichergestellt wurde.

      Dabei war vor allem die Schale der Mangostanfrucht der werblich besonders ausgelobte Bestandteil des Xango Juice, deren “Xanthone” dem Produkt (laut firmeneigenen Werbetexten) erst seine besondere Wertigkeit verlieh. Mit dem nun offiziell bekannt gewordenen Verbot der Schalenverwertung in dem Getränk, bleibt nichts anderes als ein Ersatz, der für das “neue” Produkt nun scheinbar in Form von Fruchtsaft gefunden wurde.

      Uns interessiert dieser Beschluss besonders, da wir selbst über drei Novel-Food-Genehmigungen verfügen, nachdem wir die dazu notwenigen Zulassungverfahren, die nicht nur aufwendig und umfangreich, sondern auch extrem kostenintensiv sind, im Jahr 2003 für Nonisaft, im Jahr 2008 für Noni-Blättertee sowie Anfang 2010 für Noni-Konzentrate und Noni-Püree erfolgreich abschließen konnten.

      Auch unter dem Aspekt der unternehmerischen Verantwortlichkeit – für Produkte, Geschäftspartner und Verbraucher, also die Kunden – sind der Gerichtsbeschluss und seine Folgen interessant und haben uns zu einer inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem Thema veranlasst.

      Wir wünschen Ihnen alles Gute und hoffen, dass Sie häufiger bei uns vorbei schauen werden. Wir heißen Sie jedenfalls immer herzlich willkommen – nicht nur auf unserem Blog.

      • #4 von Frederic Specht am 3. September 2010

        Liebe Frau Aue,
        da ich schon seit 20 Jahren in unserer Branche aktiv bin, kann ich mich noch sehr gut an die Anfänge von Noni hier in Deutschland erinnern und da gab es noch keine Novelfood-Zulassungen!!! Welche Konsequenzen das für viele Noniberater zu dieser Zeit hatte, brauchen wir an dieser Stelle wohl besser nicht diskutieren!?

        Und diese Noniberater sind heute, soweit sie noch dabei sind, sehr gut im Geschäft. Sie können mich gerne korrigieren, wenn ich da falsch liegen sollte…! ;o)

        Bevor jemand also mit dem Finger auf XanGo zeigt, sollte der-,diejenige berücksichtigen, dass da 3 Finger immer auf einen selber zeigen…! ;o)))

        Der Markt ist für alle groß genug! Letztendlich wird der Verbraucher entscheiden, was ihm besser schmeckt…!

        Ihnen weiterhin gute Geschäfte!

        • #5 von Oliver Preeg am 3. September 2010

          Sie haben natürlich Recht. Als TNI die Produkte erstmals in die EU eingeführt hat, gab es in der Tat noch keine Novel Food Zulassung. Hier darf man aber nicht vergessen, dass dieses Gesetzeswerk erst einige Monate zuvor in Kraft trat und der Wissens- und Erkenntnisstand darüber nicht mit dem heutigen vergleichbar ist. Zwischenzeitlich hat Unilever, Danone und TNI als die Hauptakteure im Segment der Novel Foods einiges an Rechts- und Verfahrensgeschichte geschrieben. Das wollen wir auch weiterhin so pflegen, und daher berichten wir grundsätzlich zu diesem Thema. Unsere Beiträge verfolgen nicht den Zweck andere anzuprangern.

          Auch wir wünschen viel Erfolg und danken für Ihren Beitrag.

  3. #6 von Enrico Mandl am 26. August 2010

    Das zeigt was die Firma TNI alles schon geleistet hat! Wir sind auf dem richtigen Weg!

  4. #7 von Ingeborg Maria Nayduch am 25. August 2010

    Haben wir ein Glück, dass TNI IMMER dafür gesorgt hat, dass alles ganz legal abläuft. Ich habe persönlich diese lange Phase der Novell Food Zulassung des Tahitian Noni Original miterlebt und bin sehr dankbar, dass 2003 endlich alles genehmigt war……
    Nochmals DANKE an TNI!

  5. #8 von Mona Paul am 25. August 2010

    Amerikanische Unternehmen wie MONAVIE (Marketingplan von Landgericht Frankfurt/m verboten – Info vom 24.08.2010) und Xango (keine Verkehrsfähigkeit des Produktes) sorgen immer wieder für Unterhaltung in Europa und Deutschland. Der dumme ist oftmals a) der Vertriebspartner und b) der Konsument des Produktes.

    • #9 von Kathrin Aue am 25. August 2010

      Danke für den Beitrag. Bitte keine Werbetexte in den Kommentaren posten. Entsprechender Teil gelöscht.

  6. #10 von Rita Seifried am 25. August 2010

    Super-Neuigkeit!
    Aber hier sieht man wieder klar und deutlich, daß die vielen Anstrengungen einer EU-Zulassung unbedingt nötig sind – TNI hat das vollkommen richtig gemacht – wenn es auch sicherlich nicht immer einfach war.
    Vielen Dank dafür – wir wissen, was wir an TNI haben!!!!

(wird nicht veröffentlicht)


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