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UPDATE: „Printmedien unter Druck“ – Abmahnung wegen rechtswidriger Inhalte

Wie nicht anders zu erwarten war, hat inzwischen auch die Netcoo auf unseren Blog-Beitrag und den anschließenden Meinungsaustausch einiger Blog-Besucher reagiert.

 

Uns ereilte kurzerhand eine Abmahnung, die sich sowohl auf die Inhalte unseres Beitrages als auch auf einige Kommentare dazu bezieht. So ist die Netcoo der Auffassung, dass wir in unserem Beitrag „Printmedien unter Druck“ unwahre Tatsachen verbreiten würden. Es wird uns vor allem zur Last gelegt, wir hätten behauptet, dass die Netcoo ebenso wie US-amerikanische Printmedien unter erheblichem wirtschaftlichem Druck stünden. Eine Äußerung in dieser Form haben wir jedoch nicht getroffen. Auch lässt sich diese Interpretation aus dem vorliegenden Artikel unserer Meinung nach in keinster Weise gewinnen.

 

Im Übrigen sieht sich die Netcoo aufgrund einiger Kommentarstellen in diffamierender Weise herabgesetzt. Wir wollen es uns und unseren Lesern ersparen, auf die jeweilig angegriffenen Äußerungen unserer Besucher im Einzelnen einzugehen, können jedoch den meisten von der Netcoo angegriffenen Kommentaren keinen rechtswidrigen Inhalt entnehmen.

 

In den restlichen Punkten kommen wir der Abmahnung selbstverständlich gerne insoweit nach, als dass wir die entsprechenden Begriffe in den betreffenden Kommentaren mittlerweile geschwärzt, bzw. mit (xxx) ersetzt haben.

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Printmedien unter Druck: welche unschönen Blüten die Medienkrise treiben kann

Die Medienwelt verändert sich rasant. Während Online sich immer stärker entwickelt, weiter verbreitet, mehr Gewicht erhält, verlieren Printmedien immer mehr an Boden. Nicht nur die Leser bleiben oftmals aus, auch die Anzeigenkunden sehen immer seltener noch den Sinn darin, ihre Zielgruppe ausschließlich über breit gestreute Print-Kampagnen anzusprechen – wenn es online schneller, direkter und günstiger geht.

 

Nicht zuletzt das Ende der Burda-Zeitschriften „Young“ und „Tomorrow“, des Lifestyle-Titels „Vanity Fair“ aus dem Hause Condé-Nast oder die Massenentlassungen bei der viertgrößten Zeitung der USA, der L. A. Times (die parallel 50 neue Arbeitsplätze für die Onlineausgabe geschaffen hat), zeugen vom derzeit enormen Druck auf die Print-Medienwelt.

 

In welch fragwürdiger Form sich der Druck, unter dem ein Printmedium steht, auf ehemalige Anzeigenkunden auswirken kann, musste Tahitian Noni International kürzlich erfahren.

 

Die Branchenzeitschrift Netcoo druckte in ihrem Heft Nr. 22 für Februar 2009 nämlich folgende Karikatur ab:

 

Hier war eine Abbildung der Karikatur zu finden. Leider mussten wir diese aufgrund einer Abmahnung wegen Copyrights-Verletzung entfernen.

 

Diese Karikatur lässt uns nun einigermaßen fassungslos zurück. Erst vor Kurzem haben wir mit dem Chefredakteur Andreas Graunke persönlich darüber gesprochen, dass unser Unternehmen momentan keine Anzeigenschaltungen plant – wie wohl wir in der Vergangenheit durchaus Anzeigen in der Netcoo geschaltet haben.

 

Man könnte sagen, dass Tahitian Noni International nun mit oben abgebildeter Karikatur zu einer ganzseitigen Art Anzeige gelangt ist, ohne dafür einen Anzeigenpreis bezahlt haben zu müssen. Dass wir diesem „Anzeigen-Stil“ allerdings kaum etwas abgewinnen können, steht wohl außer Frage.

 

Fragen tun sich allerdings dennoch auf. Wie soll ein Unternehmen auf eine derartige Konfrontation reagieren? Muss sich zukünftig jedes Unternehmen davor hüten, Anzeigen (ob aus strategischen oder finanziellen Gründen) nicht zu schalten? Müssen Firmen in heutiger Zeit fürchten, für jede nicht geschaltete Anzeige mit einer derart unsäglichen, schon fast zur Gewalt aufrufenden Karikatur bedacht zu werden?

 

Wir wissen es nicht. Über Kommentare und Ratschläge freuen wir uns aber.

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