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Wo die wilde Noni haust: Kuba

Kommt Ihnen dieses Bäumchen auch so bekannt vor? Ganz richtig, auch wenn die Bildqualität nicht die beste ist – hätte ich doch eine ordentliche Kamera mitgenommen – so kann doch jeder, der schon mal ein Nonibäumchen oder Fotos davon gesehen hat, ganz klar erkennen: das hier ist unsere Noni!

Entdeckt und fotografiert habe ich diese Pflanze allerdings nicht, wie man vermuten könnte, auf Tahiti oder einer anderen Insel Französisch-Polynesiens sondern in einem kleinen Bergdorf in den Sierra Maestra im Südosten Kubas (gleichzeitig auch der Name einer der beliebtesten Son-Bands Kubas).
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The sound of Tiki: Polynesiens musikalische Entsprechung

Wer an die Inselwelt Polynesiens denkt, hat sofort eine ganz bestimmte Intonation im Ohr. Diese findet ihren Ursprung zwar auf Hawaii. Geschaffen wurde sie allerdings von einem Amerikaner: Martin Denny, geboren 1911 in New York, war der Bandleader, der aus einer Mischung easy going Jazz, polynesischer Instrumentation und Dschungelgeräuschen das Musikgenre „Exotica“ (benannt nach seiner ersten Platte) erschuf.

Nach seinem Einsatz in der Army Air Force während des 2. Weltkriegs und seiner anschließenden Entlassung studierte er am Los Angeles Conservatory of Music. Im Jahr 1954 zog er nach Hawaii und fing in dem Restaurant „Don the Beachcomber’s“ am Waikiki Beach an zu arbeiten. Dort schloss er sich mit dem Vibraphonisten Arthur Lyman und dem Bassisten John Kramer zusammen, um Jazz zu spielen. 1956 stieß der Bongospieler Augie Colon zu dem Trio.

In der offenen „Shell Bar“ in Honolulu war es, dass die Bandmitglieder während ihrer Performance spaßeshalber Vogelrufe und Froschlaute aus der sie umgebenden Natur nachahmten. Das Publikum war begeistert von diesem Spiel – und das Inselparadies um Hawaii und Tahiti hatte seine musikalische Entsprechung gefunden.

In den 50er und 60er Jahren des 20. Jahrhunderts stürmten Mr. Denny und seine Band mit ihren exotischen Alben die US-amerikanischen Charts. Darunter finden sich zauberhafte Titel wie „Forbidden Island“, „Afro-Desia“, „Primitiva”, „Hypnotique”, „Romantica”, „Exotic Sounds from the Silver Screen”, „Exotic Percussion” und „Exotica Classica”. Einen nicht unerheblichen Beitrag zum Erfolg von „Exotica“ dürfte eine damals neue Technik geleistet haben: die Stereo-Funktionalität. Damit wurde es möglich, Wohnräume mit den musikalischen Klängen und Naturgeräuschen so auszufüllen, dass bei den Zuhörern die überaus realistische Illusion entstand, sich inmitten eines exotischen Inselparadieses zu befinden.

Martin Denny starb 2005 im stolzen Alter von 93 Jahren in seinem Zuhause nahe Honolulu. Seine musikalische Hinterlassenschaft wird allerdings noch lange in den Ohren folgender Generationen klingen und wohl für immer mit Polynesien verbunden bleiben.

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Serie Lesetipp: Per Floß über den Pazifik

buchcover_kon-tikiThor Heyerdahl, norwegischer Ethnologe, wollte 1947 sowohl beweisen, dass der Pazifik mit einfachsten Mitteln überquerbar ist als auch, dass die polynesische Kultur ihren Ursprung in Peru hat.

Auf die Idee kam der Begründer der experimentellen Archäologie, als er eine Ähnlichkeit zwischen den Steinfiguren auf Fatu Hiva, einer Insel im Marquesas-Archipel, und südamerikanischen Skulpturen entdeckte. Zusätzlich bestärkt wurde er in seiner Vermutung durch polynesische Sagen und indianische Legenden. Er schlussfolgerte, dass die frühzeitlichen Einwohner Südamerikas über den Pazifik in die polynesische Region gelangt waren und so die Inseln besiedelt hatten.

Entgegen allen Erwartungen gelang es Thor Heyerdahl und seinen Kameraden tatsächlich, innerhalb von 101 Tagen, eine rund 7.800 Kilometer lange Strecke auf einem einfachen, selbstgebauten Floß, zurückzulegen. Den Nachweis, dass Polynesien etwa 1.500 Jahre früher auf diesem Weg erschlossen wurde, konnte er zwar nicht erbringen. Dass aber mit Geschick, Kenntnis und Durchhaltevermögen eine derartige Reise mit simpelsten Mitteln möglich war, mussten selbst schärfste Kritiker und Skeptiker nun eingestehen.

Seine niedergeschriebenen Reiseerlebnisse auf dem selbstgebauten Floß, mit dem er und seine Kameraden über den Pazifik von Peru bis zum Raroia-Atoll in der Tuamotu-Gruppe östlich von Tahiti gelangten, mit fesselnden Details über die Osterinseln und Polynesien machten das Buch „Kon-Tiki: Ein Floß treibt über den Pazifik“ zu einem Bestseller und faszinieren noch heute Leser in der ganzen Welt. Der gleichnamige Dokumentarfilm von Thor Heyerdahl wurde 1952 mit einem Oscar ausgezeichnet.

Dieses Buch bietet einen spannenden, kulturhistorisch unterhaltsamen Weg sich näher mit Polynesien zu beschäftigen – einem Insel- und heutigen Urlaubsparadies, das unter anderem auch Heimat der Noni ist.

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